Divertikulitis

Oder, mal wieder im Krankenhaus.

Eine heftige Divertikulitis hat am mich am 10.5. Nachmittags ins Krankenhaus gebracht. Dort habe ich dann erst mal gut 3 Stunden in der Notaufnahme verbracht, das volle Programm. Test auf Covid-19, Blutdruck messen, Fieber messen, Sauerstoffsättigung überprüfen, Ultraschall, Blutabnahme. Liegend und mit Maske und genau die hat das ganze nicht einfacher gemacht, die Maske hat das Fieber beeinflusst. Es fing mit 38,7 Grad an und stieg auf über 40 Grad.
Abgesehen davon hatte ich sehr starke Schmerzen.

Später wurde ich dann auf ein Isolierzimmer verlegt, man wollte das Ergebnis vom Covid-19 Test abwarten, dieser war Negativ so das ich am darauffolgendem Dienstag auf eine normale Station verlegt werden konnte. Vom 10. bis zum 13.5. wurde so viel Zeug (Schmerzmittel, Antibiotika, Weichmacher) in mich rein gepumpt das ich die Flaschen gar nicht mehr zählen konnte. In der gleichen Zeit ging das Fieber selten zurück auf unter 38,5 stieg aber immer wieder auf bis zu 40,6 Grad. In den Tagen habe ich vor lauter Schmerzen und Fieber nicht wirklich viel mitbekommen.
Zusätzlich gab es noch durch einen defekten und einen sehr merkwürdig gelegten Zugang eine weitere Entzündung, diese wurden dann gezogen und man hat mich auf Tabletten umgestellt, eine leichte Lungenentzündung gab es dann auch noch. Es wurde 2 mal die Lunge geröntgt, ein CT gemacht und x-mal Blut abgenommen. Essen und Trinken ging am Anfang gar nicht was das ganze natürlich nicht verbessert hat, irgendwann gab es dann die übliche Schonkost.

Ab dem 14.5. ging es mir dann etwas besser, das Fieber begann zu sinken und die Schmerzen haben nachgelassen. In der ganzen Zeit habe ich Nachts vielleicht 6 Stunden geschlafen, insgesamt. Dann kamen noch Schlaftabletten dazu, die mir einigermaßen geholfen haben. Zum Wochenende hin ging es mir dann immer besser so das die Schonkost langsam zurückgefahren wurde. Am Montag kam dann die Oberärztin zu mir und meinte das alles wieder recht gut aussieht und ich wenn alles gut evtl. noch vor dem Feiertag nach Hause kann. Das Ergebnis der letzten Blutabnahme war dann so gut ich letztendlich am 19.5. gehen durfte. Nach 9 Tagen im Krankenhaus ein erlösende Nachricht, denn herrschte ja Besuchsverbot, immerhin konnte man sich vor dem Gebäude sehen. Meine bessere Hälfte und unsere beiden Mädels waren jeden Tag da, teils mehrmals und haben mir alles mitgebracht was ich brauchte auch gut Laune und trotz allem auch viel Lachen, vielen Dank dafür.

Und jetzt? War es das? Nein, da dies insgesamt meine 3. bzw. 4. Divertikulitis (davon 2 in diesem Jahr) gibt es Morgen eine Nachbesprechung mit meinem Hausarzt und um eine Darmspiegelung werde ich nicht herum kommen. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist entscheidend ob ich mich einer Operation unterziehen muss, falls das der Fall ist wird mir ein Teil des Darms entfernt werden müssen, das können bis zu 40 cm sein. Ein seltsamer Gedanke, mit dem ich mich noch nicht anfreunden kann.

Zur Zeit geht es mir einigermaßen gut, ich habe keine Schmerzen aber muss aufpassen was ich esse bzw, trinke.

Ich habe bestimmt das eine oder vergessen aber das soll erst einmal reichen.