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Das sollte es gewesen sein

Nachdem meine OP im September nun 2 mal verschoben worden ist war es am 7. Oktober so weit. Tags zuvor habe ich mich im Krankenhaus eingefunden und musste 2 Liter Moviprep trinken, eine ekelhafte Brühe. Ist allerdings unumgänglich bei eine OP am Darm. Nach der OP wurde ich auf die Intensivstation verlegt. Ich wusste das zwar vorher aber es ist trotzdem ein seltsames Gefühl vor allem wenn man sich im Dämmerzustand befindet und das ganze zwar einigermaßen mitbekommt aber irgendwie auch nicht. 4 ½ Tage im liegen vollgepumpt mit Schmerzmitteln und angeschlossen an einen zentralen Venenkatheter, einen Schmerzkatheter im Rücken, arterielle Blutdruckmessung, eine Drainage und einen Harnblasenkatheter. Alles nicht wirklich angenehm aber wenn man 20 – 25 cm Darm entfernt bekommt lässt sich das nun mal nicht vermeiden.

Auf der Intensivstation hat man sich gut gekümmert, allerdings empfand ich das Waschen als sehr unangenehm, wer lässt sich auch gerne von fremden Menschen waschen? Aber auch das muss natürlich sein. Am darauffolgendem Montag konnte ich zurück auf die normale Station. Mein Zustand, noch nicht ganz da und sehr wackelig. Am gleichen Tag oder einen Tag später war dann mal an der frischen Luft, allerdings im Rollstuhl. Selbstständig gehen, keine Chance. Den Rollstuhl habe ich insgesamt 4 oder 5 mal gebraucht auch eine neue Erfahrung und keine schöne.

Es ging mir dann von Tag zu Tag ein wenig besser. Ich konnte recht schnell wieder ein wenig Essen, die Katheter und Zugänge wurden entfernt und die Schmerzmittel konnte ich als Tablette einnehmen. In den 12 Tagen habe ich gut 11 Kilo abgenommen, die kommen aber bestimmt wieder.
Ich bin jetzt 6 Tage zu Hause, gestern wurden die Klammern entfernt. Ich bin noch immer ziemlich K.O. und fast jede Bewegung ist sehr anstrengend und das eine oder andere kann ich noch gar nicht machen, sollte ich auch nicht. Im Krankenhaus hat man mir gesagt das es Wochen oder sogar Monate dauern kann bis ich vollständig genesen bin. Schauen wir mal.

Damit sollte sich das mit der Divertikulitis, genauer gesagt Sigmadivertikulitis allerdings erledigt haben, denn die Entnahme des Betroffenen Teils vom Darm ist die Heilung. Wenn ich wieder Fit bin geht eine langwierige Geschichte zu Ende und darüber bin ich echt froh.

Was meine andere Baustelle angeht, die Pfortaderthrombose, das wird noch viel länger dauern…falls es überhaupt ein Ende finden wird aber so lange diese sich ruhig verhält kann man recht gut damit Leben. Man muss halt aufpassen was man tut und ich bin ja in Behandlung und nehme brav meine Medikamente.

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